Handball
Die Landesliga rückt immer näher
07.02.2012

Dicke Bretter bohren

Die Handballer des TV Borken gehen mit einer makellosen Bilanz von 13 Siegen aus 13 Spielen in das Duell mit Verfolger Lintfort.

Von Ulrich Hahn

BORKEN. Bis die Meisterschaft in der Handball-Bezirksklasse der Männer am ersten Mai-Wochenende nach dem letzten Spieltag endgültig abgehakt und der neue Titelträger bestätigt ist, sind es noch etliche Wochen. Doch nach Lage der Dinge kann der Titelträger nur TV Borken heißen. Mit einer makellosen Bilanz von 13 Siegen aus 13 Spielen gehen die Schützlinge von André Slawski in die letzten neun Punktspielrunden. Können dabei schon am nächsten Wochenende in Lintfort ein weiteres dickes Brett bohren, dem Meisterstück ein großes Stück näher kommen.

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Lintfort, Tabellenzweiter und bis dato der einzige ernsthafte Konkurrent der TVB-Sieben im Titelkampf, leistete sich am letzten Wochenende gegen die Reserve des Landesligisten TSV Bocholt einen überraschenden Punktverlust. Borken führt deshalb vor dem zweiten direkten Duell mit dem zweitbesten Bezirksligisten (am kommenden Samstag in Lintfort) die Tabelle mit sieben Zählern Vorsprung an. Gibt es - wie schon in der Hinrunde in der Mergelsberghalle, wo man 28:25 gewann, - einen TVB-Erfolg, wäre der Abstand auf neun Zähler angewachsen. Zehn sind es derzeit gegenüber dem Tabellendritten HSG Moers II.

Das Saisonziel von Jödden und Co rückt immer näher. Einzig und allein die TVB-Spieler selbst können sich jetzt noch vom Meisterkurs abbringen lassen. Wenn sie kräftemäßig und mental nachlassen, Gegner aus den unteren Regionen der Liga auf die leichte Schulter nehmen. Dass man sich unter der strengen Regie von André Slawski solche Extratouren leistet, ist allerdings kaum vorstellbar.

Der Coach selbst hatte sich schon Mitte der Hinrunde unter Druck gesetzt: „Wenn wir es in diesem Jahr nicht schaffen, dann hör ich wahrscheinlich auf. Wenn nicht jetzt, dann wird es wohl nie mehr was.“ - So seine Einstellung.

Selbstbewusstsein kommt da zum Vorschein, dass durch den bisherigen Saisonverlauf stetig gewachsen ist. Dabei liegt der Schlüssel zum Höhenflug der TVB-Handballer in der Deckung. Mit Timo Seggewiß verfügt man über einen der besten Keeper der Liga. Davor präsentiert sich in der Regel eine kompakte Sechserkette, die in den bisherigen13 Spielen im Schnitt um die 20 Gegentore kassiert hat. Für Handballverhältnisse ein guter Wert. Das zweite Faustpfand des Tabellenführers ist der Tempogegenstoß. Wo man mit .Sergej Frese, Pascal Jonas und Tim Ebert die richtigen „Waffen“ besitzt. Dazu kommen mit Mannschaftskapitän Hendrik Jödden, mit dem Verbandsliga-erfahrenen Sebastian Spangemacher, Wilhelm Heling, Linkshänder Flo Fellmann und Max Reindl Rückraumschützen, die jeder für sich eine Partie allein entscheiden können.

Diesen TVB in den Griff zu bekommen, ist schwer. Vor allem, weil er kaum auszurechnen ist. Viel spricht dafür, dass seine weiße Weste auch am kommenden Samstag beim Spitzenspiel in Lintfort weiß bleibt.

Autor: Ulrich Hahn
Tel: 02861 944-171

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