Reken
Maja Scheytt berichtet über Stiftung und Kinderheim
28.12.2011

Gute Prognosen für Vasile

Maja Schytt berichtet über die Entwicklung in der Scheytt-Stiftung und bei den Projekten in Rumänien.

Insgesamt 18 Kinder betreut die Scheytt-Stiftung in Ghimbav in Rumänien. Wie Maja Scheytt in ihrem jüngsten Bericht schreibt, hat die Stiftung weitere vier Kinder in ihrem Heim aufgenommen. Ein Kind habe Pflegeeltern gefunden, außerdem habe es Veränderungen bei den Mitarbeitern gegeben.

Die Scheytt-Stiftung ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, die Maja Scheytt und der 2007 verstorbene Gotthold im Jahr 2006 gegründet hatten. Sie unterstützt vor allem den von dem Ehepaar Scheytt in Ghimbav/Rumänien gegründeten Verein Barmherziger Samariter (Asociatia Samariteanul Milos-ASM), der seit 1995 ein Kinderheim in einem umgebauten Bauernhof betreibt.

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Die politische und wirtschaftliche Situation habe sich in Rumänien nicht wesentlich verändert, so Maja Scheytt. Während Lebensmittel, Gas und Strom fast so teuer seien wie in Westeuropa, verdiene eine Verkäuferin etwa 250 Euro im Monat und ein Handwerker rund 400 Euro. Am schlimmsten litten die Ärmsten und Ungebildeten.

Maja Scheytt berichtet aus dem Kinderheim, dass ein Junge sich zurzeit eher negativ entwickele, während ein anderer nach einer ebenfalls schwierigen Phase Pflegeeltern gefunden habe. Auf Initiative einiger Heimkinder nahm der Verein einen 15-Jährigen auf. Er war nach dem Tod seiner Eltern an einen Vormund geraten, der ihn habe hart arbeiten lassen und misshandelt habe, so Maja Scheytt.

„Nie war eines unserer Kinder so zielbewusst und fleißig. Und unser Psychologe stellt ihm sehr gute Prognosen aus. Für uns ist Vasile eine Bereicherung, ist er doch für uns als Mitarbeiter eine große Ermutigung und für die Kinder ein gutes Vorbild.“

Jeweils drei Mitarbeiter betreuen die Kinder in 24-Stunden-Schichten in den Gruppen. Die älteren Kinder sind wegen der Pubertät nicht immer einfach. Bis maximal zum 20. Lebensjahr können die Jugendlichen im Heim bleiben. Mit drei „Kleinen“ wurde eine neue Gruppe gegründet.

Dazu kam ein Junge, der als Vierjährige üble Misshandlungen erleiden musste. „Das Jugendamt hielt ihn für stumm. Bei uns fing er an zu reden und ist mittlerweile ein fröhlicher und allseits beliebter Junge“, schreibt Maja Scheytt.

Seit 2007 unterstützt der Verein auch Roma im Ort Dumbravita. In diesem Jahr seien 267 Personen in 65 Familien mit Lebensmitteln, Kleidung und anderem versorgt worden.

„Die Versorgung mit Brot ist jedoch streng an den Kindergarten- oder Schulbesuch aller Kinder gekoppelt“, so Scheytt. Eine Mitarbeiterin vor Ort kontrolliere das.

Spendenkonto: Scheytt-Stiftung, Sparkasse Westmünsterland, Kto. 35117050, BLZ 401 545 30.

Autor: Frank Liebetanz
Tel: 02861 944-161

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