
Mehr als 3000 Euro eingefahren
Nichts konnte ihn aufhalten. Peter Stenkamp fuhr die 24 Stunden von Duisburg, obwohl er sein Ziel von 50 Runden verpasste, froh zu Ende.
DUISBURG/RAESFELD (pd/era). Ein Kettenriss und ein Sturz haben Peter Stenkamp beim 24-Stunden-Rennen in Duisburg nicht aus der Bahn werfen können. Trotz dieser Missgeschicke absolvierte der Raesfelder Mountainbiker mit seinem Team Münsterland Crossing 47 Runden auf dem 8,5 km langen Kurs im Landschaftspark in Duisburg-Meiderich. Am Ende der Benefizaktion (die BZ berichtete) werden mehr als 3000 Euro für die Stiftung „Kampf dem Bauchspeicheldrüsenkrebs“ zusammen kommen. „Genauere Zahlen können erst bekannt gegeben werden, wenn alle Spendenzusagen eingegangen sind“, berichtete Peter Stenkamp nach dem Rennen.
Pünktlich um 13 Uhr fiel am Samstag der Startschuss in Meiderich zum – laut Veranstalter – größten Mountainbikerennen dieser Art in Europa. Für den Fahrer des Teams Münsterland Crossing, aber auch für alle Zuschauer, war es ein besonderes Erlebnis, als sich die mehr als 450 Mountainbiker in Bewegung setzten. Nach einer kurzen Einführungsrunde wurde dann das Rennen offiziell freigegeben.
Bereits in der dritten Runden war Stenkamp vom Pech verfolgt. An einem Anstieg riss die Kette seines Rads. Das Tragische war, dass die Unglückstelle der vom Start weitest entfernte Punkt der Strecke war. Trotz großer Eile brauchten die Betreuer Bruno Hidding und Daniel Meyering sehr lange, um die erforderlichen Ersatzteile zu bringen.
Danach verlief das Rennen erst einmal nach Plan. Das Fanfarencorps Raesfeld sorgte ab 14 und 16 Uhr jeweils mit schmissigem Auftritt auf der Hauptbühne dafür, dass ihr Vorsitzender ordentlich Rückenwind erhielt.
Ein starker Regenschauer am Abend sorgte für Erleichterung. Für alle Fahrer eine willkommene Abkühlung nach einem sehr heißen Nachmittag. Auch sorgte der Regen dafür, das die Strecke vorübergehend nicht mehr so stark staubte.
Die Rennstrategie, fünf Runden fahren und dann eine kurze Essenspause einzulegen, wurde nun exakt eingehalten. Bis Peter Stenkamp vermutlich wegen fehlender Konzentration gegen 1.30 Uhr mit dem Lenker die Bande berührte. Der daraus resultierende Sturz blieb fast ohne Verletzungen. Jedoch wurde das Rad beschädigt. Die Reparaturen nahmen wiederum wertvolle Zeit in Anspruch. Im Morgengrauen war dann allen klar, das die angestrebten 50 Runden nicht mehr zu schaffen waren. Doch dann wurde Stenkamp durch die Anfeuerungsrufe seines Teams, der mitgereisten Fans und allen anderen Zuschauern so sehr motiviert, dass er um 12.58 Uhr nach 47 Runden die Ziellinie überquerte.
Tel: 02861 944-165
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