
Dreiste "Beerdigungsmasche"
Die Polizei hat eine Einbruchsserie in Raesfeld, Erle und Weseke beendet. Dabei gingen die Täter mit einer dreisten "Beerdigungsmasche vor.
RAESFELD/ERLE/WESEKE/DORSTEN/SCHERMBECK (pd/era). In den vergangenen zwei Wochen kam es in Raesfeld, Erle und Weseke zu insgesamt drei Tageswohnungseinbrüchen, bei denen unter anderem Schmuck und Bargeld gestohlen wurde. Den Ermittlern fiel sofort eine Übereinstimmung auf: Alle Geschädigten waren zur Tatzeit auf der Beerdigung von Angehörigen und hatten eine entsprechende Traueranzeige in der örtlichen Zeitung geschaltet. Drei gleichgelagerte Fälle gab es ab März dieses Jahres auch in Schermbeck und einen weiteren Einbruch im Juni im Raum Dorsten.
Wie die Polizei gestern mitteilte, wurde durch die unlängst für die Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls eingerichtete Ermittlungsgruppe ein Einsatzkonzept geplant. Eingebunden waren neben den Ermittlern auch Beamte des Einsatztrupps und des Bezirksdienstes.
Das Konzept der Beamten ging am Montagnachmittag auf: Nach einem Tageswohnungseinbruch in ein Wohnhaus an der Marienthaler Straße (die Bewohner waren wegen einer Beerdigung abwesend) konnte eine 33-jährige Frau aus Dorsten auf frischer Tat durch Beamte des Einsatztrupps festgenommen werden.
Die Festgenommene hatte eine Handtasche dabei, in der sich mutmaßliches Diebesgut (Goldschmuck), ein Brecheisen und eine Schreckschusspistole befanden. Ihren Pkw hatte sie in Erle abgestellt. In dem Wagen wurden weitere Beweismittel (mutmaßliches Diebesgut und Unterlagen) gefunden und sichergestellt.
Bislang ist die 33-Jährige geständig, die Taten in Raesfeld, Weseke und Dorsten begangen zu haben. Die übrigen Einbrüche werden abgestritten.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Beschuldigte wieder entlassen.
Die Ermittlungen dauern noch an, da das sichergestellte mutmaßliche Diebesgut noch nicht komplett bestimmten Taten bezioehungsweise Geschädigten zugeordnet werden konnte. Anlässlich dieser Tatserie weisen die Experten des Kommissariates "Prävention/Opferschutz" nochmals auf die Beratungsmöglichkeiten hinsichtlich des Schutzes vor Einbrechern hin. Die Kriminalhauptkommissare Peter Großmann und Gert Brünenberg sind unter den unter den Telefonnummern 02861-900-5506 oder 02861-900-5507 erreichbar. "Schieben Sie Einbrechern den Riegel vor!", lautet die Devise der Polizei.
Tel: 02861 944-165
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