
Auf den Mops gekommen
Jutta Steinbach aus Raesfeld hat den Mops als Hunderasse lieb gewonnen. Ihre Hündin Leila hat acht Welpen zur Welt gebracht.
Von Petra Bosse
RAESFELD. „Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos“, sagte Loriot. Alfred Brehm dagegen mochte keine Möpse. „Die Welt wird nichts verlieren, wenn dieses abscheuliche Tier samt seiner Nachkommenschaft den Weg allen Fleisches geht“, schreibt er in seinem berühmten Nachschlagwerk „Brehms Tierleben“.
In der Wohnung von Jutta Steinbach ist momentan alles auf Mops eingestellt. Sie teilt die Meinung vieler Hundeliebhaber: „Der Mops ist der tollste, beste und intelligenteste Hund, den ich kenne“, betont die Hobbyzüchterin. Ihre Augen beginnen zu strahlen, wenn sie ihre kleinen acht Nachwuchs-Rabauken anschaut.
Vor zwei Jahren ist Jutta Steinbach auf den Hund, besser gesagt, auf den „Mops“ gekommen. Leila heißt die kleine Dame und ist der ganze Stolz der Raesfelderin. Viele Jahre war Jutta Steinbach auf der Suche nach einem gesunden und sportlichen Mops. Gefunden hat sie ihre heute zweijährige Leila dann mit Hilfe des Zuchtverbands MPRV (Mops und Pekinesen Rasseverband).
„Ich fand den Mops immer schon faszinierend“, sagt Jutta Steinbach. Allerdings gefiel ihr nicht, dass bei dieser Rasse die Schnauze immer kürzer geworden sei. Die Hunde hätten immer weniger Luft bekommen. „So einen Mops wollte ich nie haben, dann lieber keinen“, erinnert sich Jutta Steinbach. Die neue Züchtung gehe wieder dahin, dass die Schnauze nicht mehr so flach sei und auch die Beine länger seien.
Viel Masse auf kleinem Raum – das trifft auch auf die inneren Werte zu. Im Mopspaket steckt ein großer Charakter. Angst vor größeren Hunden? Die kennt der Mops nicht. Die gute Seele kann sich gar nicht vorstellen, dass ein anderer Hund ihr etwas Böses will, und erkennt Aggression oft gar nicht. „Der Mops ist irgendetwas Besonderes. Was, kann ich gar nicht genau sagen. Er sucht immer den Kontakt zu Menschen. Ist total verschmust, witzig. Möpse können total albern sein und sind sehr intelligent. Jeder denkt, der Mops sei nur ein dummer Schoßhund. Das ist überhaupt nicht der Fall“, sagt Jutta Steinbach.
Und ihre Leila ist wirklich ein hübsches Mädchen und nun auch eine stolze Mutter von acht Welpen, die gerade mal vier Wochen alt sind. Dass der erste Wurf gleich so groß wird, damit hat die Züchterin im Leben nicht gerechnet. „Die Regel sind vier oder auch fünf Welpen. Aber gleich acht Stück, das hat uns auch sehr erstaunt.“
Nachdem Jutta Steinbach ihre Zuchtausbildung beendet hatte, machte sie sich auf die Suche nach einem adäquaten Deckrüden. Erfolgreich, denn die kleinen Möpse sind bildschön – und alle sind auch schon verkauft. Nicht ganz billig ist so ein Mops: Der Marktwert liegt mittlerweile bei 1400 Euro. Die Zahl deutscher Mopsliebhaber nimmt stetig zu. In der Hunderassen-Statistik einer Haustierversicherung belegte der Mops 2011 den siebten Platz. In Bayern liegt er an fünfter Stelle, in Bremen sogar auf Rang vier.
Tel: 02861 944-161
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