
Kraft: Seehofer bei Präsidentensuche als Bettvorleger gelandet
Schwerte (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat beim politischen Aschermittwoch kräftig auf die Regierungsparteien in Berlin eingeschlagen. Erst habe die CDU bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten keinen eigenen Kandidaten durchsetzen können. Dann habe die CSU beim rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck gekuscht. Horst Seehofer sei erst dagegen, dann an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel vor der Presse dafür gewesen. «Er hat halt Übung darin, als Tiger zu starten und dann als Bettvorleger zu landen», sagte Kraft vor 750 Genossen in Schwerte.
Für den anderen Berliner Koalitionspartner hatte Kraft nur post-karnevalistischen Spott übrig. Sie prophezeite der FDP harte Zeiten an der Seite der Union. «Es ist eine schöne Fastenzeit zu erwarten, wenn Frau Merkel die FDP auf Diät setzt.»
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