
Happy-End in weiter Ferne
-gir- 130 Millionen Euro Steuergeld würden mit der Aufgabe des Bundeswehr-Standortes Rheine/Bentlage verschwendet, behauptet Steinfurts Kreisdirektor Dr. Martin Sommer und fordert die Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Steinfurt zum Handeln auf. Wir fragten bei den sechs MdB nach, ob sie noch an eine Chance für Bentlage glauben.
Ingrid Arndt-Brauer, SPD, teilt Sommers Vorwürfe, will „weiterhin mit dem Minister reden“ und fürchtet doch, dass es „kein Happy-End“ gibt. Jens Spahn, CDU, spricht von einer „bitteren Erfahrung“, dass „so viele Millionen umsonst investiert“ wurden, hofft aber auf „Aufklärung“, wenn der Verteidigungsminister nach Rheine komme.
„Nur auf der Leinwand“ gebe es Happy-Ends, ahnt Claudia Bögel, FDP. Dennoch verlangt sie, die „gewaltige Summe“ müsse „überprüft“ werden. Kathrin Vogler, Linken-Abgeordnete aus Emsdetten, fordert das Eingreifen des Bundesrechnungshofes. Neue Hallen seien in Bentlage noch gebaut worden, obwohl jeder gewusst habe, dass eine Neustrukturierung komme. Jammern helfe nun nicht weiter: Sie empfehle den Energiepark Saerbeck als Vorbild für gelungene Konversion.
Dieter Jasper, CDU, ärgert sich, dass nicht zum ersten Mal „millionenschwere Investitionen in einen Standort der erste Schritt zur Schließung desselben“ seien. Das sei „auch für mich schwer zu verstehen.“ Man dürfe aber den Kampf „nicht vorzeitig aufgeben“. Karl Schiewerling, CDU, spricht von „mutmaßlicher Verschwendung“ und vertraut Minister de Mazière: „Er hat den Blick aufs Ganze.“
gir
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