
„Freigang“ währte nur kurz
-lnw- Er löste die Alu-Leiste von einem Oberlicht und hebelte das Panzerglas-Fenster aus dem Rahmen: So gewieft sich ein Häftling am Sonntag beim Ausbruch aus dem Bochumer Gefängnis anstellte, so dilettantisch ging er in Freiheit vor. Gestern wurde der Mann beim Ladendiebstahl gefasst, wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamm mitteilte.
Er soll nun die restliche Freiheitsstrafe von ursprünglich zwei Jahren und sechs Monaten in einer JVA verbüßen. Danach werde Krysztof J. nach Polen ausgeliefert, um eine Strafe von gut acht Jahren abzusitzen – unter anderem wegen Brandstiftung. Bei seiner Flucht aus dem Dortmunder Gefängnis hatte der Pole einen Einsatz in einem Putztrupp außerhalb des gesicherten Haftbereichs genutzt.
Die Flucht hatte für Kritik gesorgt, weil der JVA-Leitung nicht bekannt war, dass gegen den Sträfling ein europäischer Haftbefehl vorlag. In Polen steht er im Verdacht, einen Menschen umgebracht zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte diese Information nicht weitergeleitet. In Bochum saß der Mann wegen Diebstahls ein.
lnw
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