
Viel Strom und Treibhausgas eingespart
-job- KREIS BORKEN. Etliche Anträge und ein 35-seitiger Sachstandsbericht: Gleich mehrfach tauchte das Thema „Klimaschutz“ auf der Tagesordnung des jüngste Kreisumweltausschusses auf. Ein Ergebnis der Diskussion: Für die Energiewende sind Alternativen wie Wind und Sonne zwar wichtig, um im Kreis Borken die Selbstversorgung zu schaffen, aber letztlich könne man so eine Autarkie nur mit Einsparungen bei Öl, Gas und Strom hinbekommen. Aktuell wird im Kreis Borken 35 Prozent der hier verbrauchten Energie durch Solar-, Wind- und andere alternative Energien erzeugt – ein sehr hoher Wert. Wie die Klimaschutzbeauftragte des Kreises, Edith Gülker, in dem im Ausschuss vorgestellten Bericht ausführte, hat der Kreis Borken, teilweise mit Partnern, in den vergangenen Jahren etliche Projekte zum Klimaschutz angeschoben. Als Beispiele wurden unter anderem genannt:
die Haus-zu-Haus-Beratungskampagne 2010/11. In drei Pilotkommunen (Ahaus, Raesfeld, Südlohn) wurden 441 Haushalte erreicht. Eine ausführliche Erstberatung (40 Minuten) für energiesparende Maßnahmen nahmen 188 Hauseigentümer in Anspruch, weitere knapp 200 ließen sich informieren. Beim Energie sparenden Umbau sieht der Kreis große Potenziale: Rund 67.400 Wohnhäuser im Kreis sind vor 1987 erbaut.
Thermografieaktion: Rund 100 Hauseigentümer ließen ihr Haus mit dem Verfahren zum Aufspüren von undichten Türen, Fenstern und anderen Schwachstellen untersuchen.
Ökoprofit: Rund 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom, 47 Tonnen Abfall und 2000 Kubikmeter Wasser haben die Firmen eingespart, die an der Aktion im Vorjahr teilgenommen haben. Gleich im ersten Jahr seien 302.000 Euro – und 800 Tonnen des Treibhausgases Co2 eingespart worden.
Weil die Klimaschutzmaßnahmen des Kreises Borken derzeit noch stark auf Privathaushalte abzielten, hat der Ausschuss sich auf Antrag von CDU und FDP dafür ausgesprochen, für die kommenden zwei Jahre jährlich jeweils 15.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um im Rahmen des Projektes „energetisch wirtschaften“ kleinen und mittelständischen Unternehmen beim Energiesparen zu helfen. Im Kreis Coesfeld habe man mit dem Projekt bereits mehr als 400 Firmen – und der Umwelt – helfen können. Abgeschmettert worden ist hingegen ein Antrag der Grünen, den für 2012 auf 25.000 Euro festgesetzten Betrag für das Klimaschutzkonzept um 15.000 Euro zu erhöhen, um zu ermitteln, welche Auswirkungen die in der Landwirtschaft entstehenden Klimagase haben. Hier schätzen die Grünen, dass die in der heimischen Landwirtschaft entstehenden Methan und Stickstoffoxide so schädlich sind wie die Hälfte des Co2-Ausstoßes von Haushalten, Industrie und Autoverkehr im Kreis Borken. Die Ausschussmehrheit verwies auf Vorgaben, die im Klimaschutzbericht des Kreises aufgenommen worden seien.
Tel: 02861 944-169
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