Heiden
Hegeschau in Heiden
20.02.2012

Jäger zeigen ihre Trophäen

Achim Evers schoss den besten Bock. Die Gehörnschau des Hegerings sah ihn als Sieger.

HEIDEN (jü). Traditionelle Hegeschau des Hegerings Heiden: In die Gaststätte Grunewald waren die Waidmänner eingeladen, um die Gehörne von Reh- und Rotwild einer Bewertungskommission zu präsentierten. Heinz Werner Adämer, Johannes Fasselt und Ludger Benning bilden das seit Jahren bewährte Jury-Team. Sie waren auch in Heiden mit der Aufgabe betraut, die Trophäen in Augenschein zu nehmen und ihnen nach Kriterien wie Perlung, Rosen oder Länge der Stangen Punkte zu geben.

Laut dreijährigem Jahresabschussplan, berichtete Jurymitglied Adämer, seien 62 Rehböcke im Hegering Heiden freigegeben worden. In diesem Jahr, so die Statistik, wurden 47 Rehböcke zur Strecke gebracht. Weitere sechs Tiere zählten zum Fallwild. Die Tiere kamen etwa bei Unfällen ums Leben. Die Jury konstatierte, dass in diesem Jahr zehn ältere Böcke im Alter von vier und mehr Jahren von den Jägern erlegt worden seien. Fünf dieser Trophäen kamen indes nur in die Bewertung. Grund: „Die Gehörne müssen ein Mindestgewicht von 210 Gramm und ungerade Sechser vorweisen“, erläuterte Adämer.

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Die Goldmedaille für den besten Bock erhielt Achim Evers vom Jagdrevier Heiden-Nordick. Die Trophäe wies ein Gesamtgewicht von 300 Gramm auf und wurde mit 94,50 internationalen Punkten bewertet. Auf Platz zwei kam Karl Löring vom Revier Nottelmann. Stolze 260 Gramm wog das Geweih des Bocks, das mit 83,75 Punkten benotet wurde. Über die Bronzemedaille freute sich Wolfgang Schlüter vom Jagdbezirk Heiden III. (Leblich). Das Geweih des schwarzen Bocks brachte 225 Gramm auf die Waage und wurde mit 72,12 Punkten bewertet.

Dass es wichtig sei, die Bestände des Rotwildes zu reduzieren, erklärte Johannes Fasselt. „Die aktuelle Zahl von 766 Tieren in dem gemeinsam bewirtschafteten Areal von Wesel, Recklinghausen, Bottrop, Oberhausen und Borken“ sei für Land- und Forstwirtschaft nicht mehr tragbar. Zum Vergleich: Im Jagdjahr 1985/ 1986 wurden nur 71 Stück Rotwild gezählt. In Heiden waren von der unteren Jagdbehörde elf Tiere freigegeben worden. Geschossen wurden zwei Hirsche in der Kategorie II. b sowie acht in der Kategorie III. b. Zwei weibliche Tiere blieben im wahrsten Sinne auf der Strecke. Das Kahlwild wurde vom Zug überfahren. Die Hege in Heiden, hob Fasselt hervor, „ist vorbildlich“. Er lobte die Waidmänner aus der Düwelsteen-Gemeinde, die sich ihrer Verantwortung in Hege und Pflege bewusst seien.

Autor: Edgar Rabe
Tel: 02861 944-165

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Kommentare (2)

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22.02.2012 14:21 von Rubberduck:
Die Heidener leben nach wie vor in der Steinzeit!
20.02.2012 14:05 von WilhelmFriedrich:
Ist das nicht krank Medalien für Kadaverteile ermordeter Wildtiere zu verteilen?
Hier geht es schließlich um Lebewesen die sicher gerne weiter gelebt hätten aber nicht durften damit Jäger sich mit deren Geweih brüsten können. Der Artikel ist der Beweis das es den Jägern nicht um Naturschutz o.ä. geht sondern nur um Anerkennung unter Ihresgleichen. Denn ein normaler Mensch kann dafür sicher keine Anerkennung zollen. Was verstehen Jäger bitte unter Hege? Abschießen von Tiere? Der Begriff Hege ist nicht definiert, er wird mal so, mal so ausgelegt. Der Leser versteht darunter eher das beschützen de Wildes. Dem ist nicht so. Die meisten Jäger verstehen unter Hege die sogenannte Wildentnahme. Einfach übersetzt, hinterhältig auflauern und abknallen.

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