Heiden
Gospel-Workshop im evangelischen Gemeindezentrum
30.01.2012

Aufwärmen, einsingen, mitreißen

Fleißig wurde für den Auftritt im Gottesdienst geübt. Beim Gospel-Workshop im evangelischen Gemeindezentrum in Heiden ging es aber um mehr als nur das Singen.

HEIDEN (jü). 30 sangesfreudige Männer und Frauen nehmen im evangelischen Gemeindezentrum Haltung an. Vor ihrem Chorleiter Udo Hotten positionieren sich die konzentrierten Workshop- Teilnehmer. Eine kurze Ansage von Hotten, der schwungvoll in die Tasten greift, und die Sänger intonieren einen mitreißenden, gefühlvollen Gospelsong.

Schon die kurze Präsentation machte Gänsehaut beim Zuhörer. Beeindruckend auch deshalb, weil die Darbietung nach nur wenigen Stunden gemeinsamen Probens perfekt klappt. Auch der Chorleiter scheint zufrieden zu sein mit dem Fortschritt seiner Gruppe. Fünf Gospelsongs, unter anderem „Born again“, „There is none like you“ oder „Nobody loves me like you“, studiert der Südlohner beim Wochenendseminar mit den Männern und Frauen ein.

Werbung

Die zu Herzen gehenden Gospelsongs sollen beim sonntäglichen Familiengottesdienst die Gläubigen begeistern. Aber: Für eine gelungene Darbietung in der Pauluskirche trainieren die Workshop- Teilnehmer nicht einfach nur das Singen. Hotten unterstreicht die Vielfältigkeit des musikalischen Workshops. Zum Beispiel? „Vor jedem Gesang steht das Aufwärmen.“ Ähnlich wie beim Sport müssten sich die Sänger körperlich und stimmlich locker machen. Einsingübungen gehörten mit zum Stundenanfang. Stimmbildung zähle mit zur Ausbildung. „Wie bringe ich den Kehlkopf optimal zum Einsatz“ und „wie kann ich den Resonanzraum richtig einsetzen“ seien unter anderem Themen, die mit den Teilnehmern erarbeitet würden.

Wichtig für einen guten Gesang sei auch die richtige Atemtechnik. „Durch den Einsatz des Zwerchfells“, so Hotten, könnten die Songs ganz anders betont werden. Der Chorleiter ermöglicht es den Teilnehmern, als Solisten aufzutreten. „Jeder, der möchte, darf allein singen.“ Wichtig ist es dem Leiter den Sängern zu vermitteln, welche Botschaften die Songs enthalten. Satz für Satz spricht er die englischen Texte mit den Teilnehmern durch, erläutert deren Aussagen.

Hoffnung, Freude und Lebensmut zeichnet die Gospelmusik aus, die ihren Ursprung in der Sklaverei im 19. Jahrhundert hat. Sowohl vom Chorleiter als auch vom Workshop begeistert zeigen sich die Teilnehmer. Eine Raesfelderin betont, „dass Hotten alle Teilnehmer super mitreißen kann“. Gabi Berger, die den Familiengottesdienst mit vorbereitet hat und bis dato keine Sangeserfahrung hatte, will „das Singen ausprobieren“. Vieles über Atemtechnik und Stimmbildung habe sie vom Chorleiter gelernt. Oliver Götz aus Raesfeld und Guido Gritzan aus Reken sind ebenfalls voll des Lobes. Götz besitzt Banderfahrung, ist Schlagzeuger und spielt Gitarre. Singen sei dagegen mal eine neue Erfahrung, erläutert der junge Mann. Gritzan: „Im Seminar kann ich aufleben lassen, was ich in der Jugend gemacht habe.“ Allen gemeinsam „ist der Spaß am Singen in der Gruppe“.

Artikel bewerten

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Kommentare (0)

Für bereits registrierte User:
Einzelne Services und Angebote stellen wir nur registrierten Lesern zur Verfügung.
Eine Registrierung kostet Sie keinen Cent.

Euro-Trainer

Schützenfest

Werbung

Lokalnachrichten im Film

Werbung
Werbung

Facebook