
Nach den Ferien in die Werkstatt
Nina hat es geschafft. Die Zehntklässlerin der Remigius-Hauptschule hat eine Lehrstelle sicher. Hier berichtet sie, wie es geklappt hat.
Für Nina Hirlehei ist alles super gelaufen. Die 16-Jährige hat ihren Traumjob gefunden. Im August beginnt die Zehntklässlerin der Remigius-Hauptschule eine Zimmerer-Lehre. Vor allem zwei Dinge haben ihr auf diesem Weg zum Job geholfen: Nina hat sich selbst gekümmert. Und sie hat an ihrer Schule Unterstützung bekommen.
Los ging die Berufsorientierung in der siebten Klasse. Da fing die Reihe von Betriebsbesichtigungen an, die sich in den Klassen acht und neun forsetzte. Ein Autohaus, eine Weberei, eine Bank und einige weitere Unternehmen in der Umgebung besuchte Nina mit ihrer Klasse für jeweils einen Tag.
Richtig ernst wurde es in Klasse acht. Da stand das erste dreiwöchige Praktikum auf dem Plan. Nina entschied sich für einen Kindergarten. „Das hat mir nicht so gefallen“, erinnert sich die 16-Jährige. Auf jeden Fall stand da fest, dass das zweite Praktikum, das in Klasse neun absolviert wird, in eine andere Richtung gehen sollte. Nina wählte eine Tischlerei, weil ihr der Technik-Unterricht in der Schule Spaß machte. Volltreffer. „Das war genau mein Wunsch“, sagt Nina über die Arbeit mit Holz.
Nachdem klar war, welcher Beruf es einmal werden soll, machte sich Nina an die Bewerbungen. Wie das geht, lernte sie unter anderem im Deutsch-Unterricht und im Fach Arbeitslehre Wirtschaft. Außerdem bekam sie Hilfe von Anna Thull. Die Diplom-Pädagogin ist „Ausbildungslotsin“ an der Remigius- und an der Duesberg-Hauptschule. Von der Ausbildungslotsin bekam Nina zum Beispiel den Tipp, die eigenen Stärken und die handwerklichen Erfahrungen aus dem Technik-Unterricht in der Bewerbung zu betonen. Bei welchen Betrieben sie sich bewerben kann, erfuhr Nina von einer Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit, die regelmäßig Sprechstunden in der Schule anbietet.
Das alles zusammen führte schließlich zum Erfolg. Schon auf die zweite Bewerbung gab es eine Zusage. Dass es nicht bei allen Jugendlichen so gut läuft, beobachtet Nina bei einigen Schulfreunden, die mehr Absagen wegstecken müssen. Im Wettbwerb um freie Lehrstellen ist Nina aber eins ganz wichtig: „Hauptschüler sind nicht schlechter.“
Markus Schönherr
Tel: 02861 944-168
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