
Finanzbeamter muss vier Jahre in Haft
Landgericht Münster spricht 36-Jährigen schuldig, als Finanzamtsmitarbeiter 600.000 Euro veruntreut zu haben
BORKEN/MÜNSTER. Finanzbeamte, die in die Staatskasse greifen: So etwas geht für Richter Ewald Rocznik nicht an. „In anderen Ländern mag Korruption an der Tagesordnung sein. Bei uns funktioniert die staatliche Verwaltung ganz gut.“ Damit das so bleibt, verurteilte das Landgericht Münster einen 36-jährigen früheren Finanzbeamten gestern zu vier Jahren Haft. Wegen Untreue – und um in Fällen wie diesen, „die eine Ausnahme sind“, ein Zeichen der Abschreckung zu setzen.
Er hatte Steuerfälle erfunden, Bescheide gefälscht, Rückzahlungen auf eigene Konten fließen lassen und Eigenheimzulagen für Häuser gezahlt, die es gar nicht gab: Knapp 600.000 Euro schaufelte Andreas V. von Mai 2005 bis September 2010 im Rahmen seiner Tätigkeit in die eigene Tasche. Das Nachsehen hatte sein Arbeitgeber, das Finanzamt Borken. V. sei einer seiner besten Mitarbeiter gewesen, lobte der Amtsleiter den 36-Jährigen noch im Nachhinein. „Er war beliebt, sozial und zugewandt. Aber er hatte auch diese andere Seite.“
Den ganzen Bericht lesen Sie am Donnerstag in der Borkener Zeitung
Tel: 02861 944-164
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