Borken
Versorgung in Borken gesichert
04.01.2012

„St.-Marien-Hospital ist nicht gefährdet“

"Das Borkener St.-Marien-Hospital steht nicht zur Diskussion.“ Das versicherten am Dienstag der Geschäftsführer des Klinikverbundes Westmünsterland, Hermann Nientiedt, und der Verwaltungschef des St.-Marien-Hospitals Christoph Bröcker.

Von Marita Rinke

BORKEN. „Kein Grund zur Sorge. Das Borkener St.-Marien-Hospital steht nicht zur Diskussion.“ Das versicherten gestern übereinstimmend der Geschäftsführer des Klinikverbundes Westmünsterland, Hermann Nientiedt, und der Verwaltungschef des St.-Marien-Hospitals, Christoph Bröcker. „Hier in der Region gibt es keine Überversorgung“, erklärte Nientiedt zu der Äußerung des Vorstandsvorsitzenden der Barmer GEK Dr. Christoph Straub, nach dessen Ansicht es „zu viele Krankenhäuser und vor allem zu viele Krankenhausbetten gibt“ (die BZ berichtete gestern).

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„Das mag ja für manche Regionen zutreffen“, so Bröcker. „Nicht aber für Borken.“ Im Gegenteil: Im St.-Marien-Hospital sind im vergangenen Jahr sogar mehr Patienten behandelt worden als im Vorjahr. Insgesamt sprach Bröcker von „rund 12.000 Fällen“. Etwa 1000 davon seien ambulante Operationen gewesen.

Im Gespräch mit der BZ nahm auch der Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK in Borken, Hans-Georg Möllmann, den Borkenern die Sorge. „In dieser Härte“ seien die Aussagen nicht gemeint. Seinem Chef sei es vielmehr um eine Anpassung der Strukturen gegangen, so Möllmann. „Der Klinikverbund ist gut aufgestellt, und wir brauchen die Häuser auch.“

Wenn er Dr. Staub richtig verstehe und dieser sich wünsche, dass Krankenhäuser künftig mehr ambulant tätig werden dürfen, „dann spricht er uns aus dem Herzen“, so Nientiedt. „Das fordern wir schon seit Jahren.“ Denn: „Der Trend ist unverkennbar“, so Bröcker.

Straubs Argument, es gebe zu viele Betten, hält er hingegen für „Säbelrasseln“. Die Anzahl der Betten spiele für die Kostenübernahme längst keine Rolle mehr. Die Leistungen würden heute nach Diagnose bezogenen Fallpauschalen abgerechnet.

„Die Krankenkassen schwimmen im Geld“, kontert Nientiedt Straubs Äußerungen. „Sie sollten uns davon ein paar Euro abgeben, damit wir unser Personal leistungsgerecht bezahlen können.“ Noch hätten die Gespräche mit der Politik nämlich nicht zur Folge gehabt, dass der Klinikverbund mehr Geld erhalte. Mehr Pflegepersonal sei allerdings trotz Tarifsteigerungen eingestellt worden, um den Patienten gerecht werden zu können. Zu sparen versucht der Klinikverbund hingegen bei den Sachmitteln. So werde derzeit in Ramsdorf ein Zentrallager für alle drei Kliniken aufgebaut, um kostengünstiger einkaufen und somit effektiver wirtschaften zu können.

Marien-Hospital sei nicht gefährdet
Autor: Marita Rinke
Tel: 02861 944-164

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