Klein Reken. In 23 Stunden und 32 Minuten über 70 Kilometer gelaufen, 65.902 Treppenstufen bewältigt, dabei 7344 Höhenmeter erklommen und sagenhafte 18.500 Kalorien verbrannt: Das war Anfang Mai das Wochenende für Rainer Kauczor, 53-jähriger Ultra- bzw Extremsportler aus Klein-Reken, der an der wohl härtesten Eintages- Sportveranstaltung der Welt teilnahm.
In Radebeul bei Dresden gibt es die Spitzhaustreppe, die 88,48 Meter hoch ist und 397 Stufen hat. Ziel des Wettkampfes ist es, 100 Mal diese Treppe (also 39.700 Stufen herauf und 39.700 Stufen wieder herunter) zu laufen. Und damit 8.848 Höhenmeter zu erklimmen, also symbolisch den Mt. Everest zu besteigen. Zusätzlich werden pro Runde noch einmal einige hundert Meter gelaufen, so dass man bei 100 Runden auf eine Gesamtstrecke von 84,4 km kommt. Diese Entfernung entspricht einem Doppelmarathon. Kauczor: „Für diesen Wahnsinn hat man genau 24 Stunden Zeit.“