Velen
Weiße Rosen zum Gedenken
28.01.2016

Schüler in Velen gedenken des Namensgebers ihrer Schule

Weiße Rosen zum Gedenken an den Namensgeber ihrer Schule haben Schüler der Abraham-Frank-Sekundarschule an den „Stolpersteinen" in der Bahnhofsallee in Velen niedergelegt. Anlass dafür war der Holocaust-Tag, der seit 1996 begangen wird.

Die Velener Sekundarschule ist nach dem ehemaligen jüdischen Velener Bürger Abraham Frank benannt. Schüler der Jahrgangsstufe 7 haben am Holocaust-Tag des Namensgebers ihrer Schule gedacht. An den „Stolpersteinen“ in der Bahnhofsallee Velen legten sie weiße Rosen nieder. In einer Unterrichtsreihe im Religionsunterricht hatten sie sich intensiv mit dem Leben, dem Leiden und der Ermordung der Velener Juden auseinandergesetzt, berichtet Rektor Franz Schrief.

 

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Holocaust-Tag wird seit 1996 begangen

Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig hatte 2012 in Velen und Ramsdorf acht „Stolpersteine“ aus Messing im Boden verlegt, die an die Opfer der NS-Zeit erinnern.

Abraham Frank (1872 bis 1941) und Helene Frank, geb. Humberg (1886 bis 1941) lebten mit ihren Kindern Edith und Siegfried in Velen an der Bahnhofsallee. Dort betrieben sie einen Viehhandel mit einer koscheren Metzgerei. Die Familie pflegte gute Kontakte zu ihren Nachbarn, nahm an Festlichkeiten und am Vereinsleben teil und unterstützte das hiesige Krankenhaus. Trotz der Zwangsschließung der Metzgerei und der gesellschaftlichen Isolierung blieben Helene und Abraham Frank in Velen. Während der Pogromnacht im November 1938 fanden sie bei einem befreundeten Nachbarn Zuflucht. Im Dezember 1941 wurden sie nach Riga deportiert und dort ermordet.

Seit 1996 ist der Tag der Befreiuung des KZ Auschwitz (27. Januar) dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland gesetzlich gewidmet.

Autor: privat
Tel: 02861/944163

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