Reken
Projektwoche
14.03.2016

Sekundarschüler aus Reken beleuchten das Thema Mobbing

Wie wichtig es ist, Zivilcourage gegen Mobbing zu zeigen, haben Siebtklässler der Sekundarschule Hohe Mark in Reken im Rahmen einer Projektwoche erfahren. Mobbing könne nämlich nur dann funktionieren, wenn alle mitmachen: der Täter, das Opfer, die Zuschauer und die Mitläufer.

REKEN (pd). Mobbing bedeutet, jemanden zu ärgern, zu schikanieren und in seiner Würde zu verletzen. Der meist anonyme Täter wolle seine Opfer mit Unwahrheiten sozial isolieren, diffamieren und öffentlich bloß stellen, heißt es. Das Thema stand im Mittelpunkt einer Projektwoche, die die Rekener Schulsozialarbeiterin Angela Groß-Thebing in der Jahrgangsstufe sieben der Sekundarschule Hohe Mark ins Leben gerufen hat.

Zickenkrieg, Neid und Eifersucht seien oft die Auslöser für dieses Verhalten unter Menschen, das es schon immer gegeben hat. Explosionsartig um sich greifen konnte das Mobbing aber erst durch die neuen Medien – auch unter Schülern. Wie kann man sich gegen solche Intrigen wehren? Wie kann man sich helfen? Wie ist zu verhindern, dass man Bauchschmerzen bekommt und ausgegrenzt wird, möglicherweise selber zum Täter wird und im schlimmsten Fall sogar zu Suchtmitteln greift?

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Ein Gespür für prekäre Situationen entwickeln

Mobbing könne nur funktionieren, wenn alle mitmachen: der Täter, das Opfer, die Zuschauer und die Mitläufer. Wenn ein Einziger dieses Beziehungsgefüge verlasse, fällt Mobbing in sich zusammen wie ein wackeliges Kartenhaus, erfuhren die Schüler.

„Durch Diskussionsrunden, Experimente und Rollenspiele erarbeiten sich alle vier siebener Klassen selbst, den Unterschied zwischen Mobbing und normalem Streiten erkennen und verlässlich einordnen zu können“, sagt die 27-Jährige. Sie fügt hinzu: „Das Ziel der Aktion ist aber auch, präventiv einzuwirken. Die Jugendlichen müssen lernen, richtig mit Mobbing und Cyber-Mobbing umzugehen und ein Gespür für prekäre Situationen zu entwickeln.“ Rücksichtsvoll und sensibel sein, zusammen halten, Zivilcourage zeigen, nicht wegschauen und sich einmischen, Stärke aufbringen und gegen Unrecht vorgehen – solches Verhalten könne Auswüchse verhindern und Mobbing-Opfern helfen.

Autor: privat
Tel: 02861/944163

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