Raesfeld
Landwirtschaft informiert in Berlin
28.01.2016

Beatrix Bonhoff als Agrarscout auf der Grünen Woche

Die Raesfelderin Beatrix Bonhoff hat auf der Grünen Woche in Berlin als Agrarscout gearbeitet. Dabei hat die 19-Jährige den Besuchern auf einem Erlebnis-Bauernhof ihre Erfahrungen aus der Landwirtschaft geschildert.

Beatrix Bonhoff aus Raesfeld hat als einer von 100 Agrarscouts auf der Internationalen Grünen Woche (ITW) in Berlin gearbeitet. Die 19-Jährige und ihre Kollegen standen während der zehn Messetage auf einem Erlebnis-Bauernhof als Dialog-Partner den Besuchern zur Verfügung. Bonhoff hat die Besucher an einem Tag durch die Halle geführt.

 

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Die Idee

Die Idee des Agrarscout-Projekts: Was es heißt, als Landwirt oder Mitarbeiter eines Betriebs in der modernen Landwirtschaft tätig zu sein, könne kaum jemand authentischer erklären, als die Menschen aus der Praxis selbst, heißt es in einer Mitteilung über das Konzept.

Bonhoff kommt von einem Milchviehbetrieb und studiert derzeit Agrarwissenschaften an der Universität Bonn. In einem Bewerbungsverfahren ausgewählt, war sie in der vergangenen Woche zwei Tage in Berlin. Am ersten Tag nahm sie, in einer bunt gemischten Gruppe von zehn Leuten, an einer Schulung teil. Am zweiten Tag war sie den ganzen Tag als Agrarscout auf dem Erlebnis-Bauernhof, um den Besuchern Fragen zu beantworten. Zudem haben die Praktiker den Messegästen erzählt, was die Menschen in der Landwirtschaft jeden Tag bewegt.

Das Dialog-Projekt „zehn100tausend“ wurde vom „Forum Moderne Landwirtschaft“ ins Leben gerufen: 100 Agrarscouts diskutierten an den zehn Messetagen in Berlin mit den Verbrauchern und kamen so zusammen auf rund 1000 Gespräche. Das Projekt werde von der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Andreas-Hermes-Akademie unterstützt, heißt es.

 

Landwirtschaft stehe oft zu Unrecht in der Kritik

Beatrix Bonhoff wertet die zwei Tage in Berlin als „sehr positives Erlebnis“. Es habe ihr viel Freude bereitet, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und neue Leute kennenzulernen. Und: „Ich konnte den Besuchern viele Dinge rund um die Landwirtschaft erzählen, unseren landwirtschaftlichen Betrieb dabei vorstellen und Fragen beantworten.“ Viele Personen seien sehr interessiert und am Ende des Gesprächs oft dankbar für die Informationen gewesen, heißt es.

Bonhoff findet aufklärende Gespräche zwischen den Menschen, die in der Landwirtschaft beschäftigt sind, und den Verbrauchern sehr wichtig. Die Landwirtschaft stehe oft zu Unrecht in der Kritik: Durch Missverständnisse und Unwissenheit entstünden Skandale. Es sei schwierig, die Barriere zwischen Verbrauchern und Landwirten zu überwinden. Aber mit dem Projekt sei ein Schritt in die richtige Richtung gemacht worden, heißt es weiter. Und: Die Landwirtschaft müsse zeigen, was sie jeden Tag bewegt.

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