Münster - Der Vater hätte es gerne gesehen, wenn Alfred Laumann Postbote geworden wäre. Wurde er aber nicht, dafür betreibt er seit knapp vier Jahrzehnten gemeinsam mit Ricarda Luckmann-Weich das Geschäft Hasard an der Ludgeristraße. Ende Februar ist Schluss, dann geben die beiden Kaufleute ihr Geschäft auf, das inzwischen zu einer Institution geworden ist (WN, 11.12.).
Der Wettbewerb im Einzelhandel werde immer extremer, sagt die 55-jährige Kauffrau. Häuser wie H&M oder Zara sowie immer neue Ketten, die sich in der Nachbarschaft ansiedelten, ließen ihnen keine Chance. „Viel Individualität geht verloren“, kritisiert Laumann. „Die Ketten können die Miete bezahlen“, sagt Ricarda Luckmann-Weich.