Münster - Die münsterische CDU hat die neue, aus Münster stammende Wissenschaftsministerin Svenja Schulze aufgefordert, ihr Regierungsamt dazu zu nutzen, absehbare Benachteiligungen Münsters zu verhindern. „Der Koalitionsvertrag ist eindeutig ruhrgebietslastig und geht auf Kosten unserer Stadt“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Weber laut CDU-Pressemitteilung. Die Balance zwischen den Landesteilen im Bindestrichland Nordrhein-Westfalen werde von SPD und Grünen gefährdet, so der Christdemokrat weiter.
Eine Benachteiligung Münsters sieht Weber der Mitteilung zufolge beispielsweise in Schulzes eigenem Zuständigkeitsbereich auf Münster zukommen. So sieht der Koalitionsvertrag vor, dass die Studiengebühren an den Hochschulen wieder abgeschafft werden und durch Mittel aus dem Landeshaushalt ersetzt werden sollen. Die münstersche Uni erhebe aber nur halb so hohe Studiengebühren wie die meisten anderen Hochschulen. „Damit wird wieder Geld an Münster vorbeifließen“, befürchtet Weber.