Coesfeld. Seit dem 9. März ist er weg - der Maine Coon Kater "Skipper" von Familie Fischer (Name von der Redaktion geändert). "Wir sind fest davon überzeugt, dass das Tier erschossen worden ist", sagt Ivon Fischer. Seit Tagen beobachteten sie einen Mann, der mit seinem geländewagen-ähnlichen, grünen Gefährt mit Coesfelder Kennzeichen immer an einer bestimmten Stelle gegen 23 Uhr am Sükerhook (früherer Bereich Sieben Quellen) parkt. Ihrem Gatten sei es gelungen, den Mann einmal fast zu stellen. Da habe er sich als Hühnerfarm-Besitzer mit Waffenschein ausgegeben, der nach Füchsen schaut.
Von der Nachbarin habe sie erfahren, dass es am Sükerhook - und auch im Bereich Deipe Stegge - "normal" sei, dass Katzen verschwinden. Die Frau hätte in den letzten sechs Jahren dort zwölf Katzen verloren. Einmal sei es ihr gelungen, eines ihrer Tiere mit einem glatten Durchschuss nach Behandlung durch einen Tierarzt durchzubringen. Einen Durchschuss hätte der Arzt allerdings nicht bestätigen wollen. Schüsse seien dort des öfteren gehört worden. Fischers mutmaßen nun, dass der besagte Mann, dann wohl aus dem Auto heraus schießen würde. Ivon Fischer: "Ich habe allmählich Angst um meinen neunjährigen Sohn. Es kann doch nicht sein, dass hier jemand mit einem Gewehr herumläuft und einfach durch die Gegend schießt". "Wenn dort jemand mit einem Gewehr herum läuft, ist es ein Jäger, Jagdpächter oder Jagdgast, der sich gegenüber der Polizei ausweisen kann. Als Jäger darf er eine im Jagdgesetz als "wildernd" definierte Katze außerhalb einer Bannmeile von 200 Metern um das Haus schießen", sagt Werner Gorschlüter, lange Jahre Leiter des Hegerings Coesfeld und Kreis-Jagdberater. "Aber so wie ich die Gegend dort vor Augen habe, greift doch ein 200-Meter- Kreis in den anderen, so dass diese Variante eigentlich ausscheidet. Und um 23 Uhr hat dort niemand mehr etwas zu schießen."