Heimatverein will alte Fotos kopieren

Mitglieder des Vorstandes und des Archivteams des Heimatvereins an der neu bestückten Schautafel „Historisches Reken“ (von links): Rudi Röttgers, Bernd Hensel, Hubert Tenbohlen und Heinz Wenzel.
Mitglieder des Vorstandes und des Archivteams des Heimatvereins an der neu bestückten Schautafel „Historisches Reken“ (von links): Rudi Röttgers, Bernd Hensel, Hubert Tenbohlen und Heinz Wenzel.
(Foto: pd)


Reken (pd). Der Rekener Heimatverein hat das „historische Schaufenster“ an der Hauptstraße (Ecke Schmiedegasse) neu gestaltet. Das Thema der Bildausstellung heißt: „Das Dorf Reken um 1900“. Das Archivteam hatte eine alte Landkarte aus dem Jahr 1894 ausgegraben, aufgearbeitet und vergrößert. Aus dieser Karte wird deutlich, wie dünn besiedelt der heutige Ortskern Groß Rekens damals war. Mit Pfeilen auf gewisse Punkte sind alte Fotos zu sehen, die das Aussehen von Gebäuden um 1900 dokumentieren.

Da ist zum Beispiel die Prozessionskapelle im Oberdorf mit dem Saal Wilkes zu sehen, an der heutigen Hauptstraße das Kolonialwarengeschäft Schneermann (heute Höing), die Häuser Rensing und Ostendorf (später Buck) oder die Jungenschule (späteres Amtshaus und heutiges Jugendheim), in der Harrierstraße das Hutmachergeschäft Mast.


Die „alte Wehrkirche“ um 1900 ist ebenso abgebildet wie das alte „Ludgerus-Krankenhaus“ oder das „Schemmer-Haus“ mit der angrenzenden Mädchenschule an der Dorstener Straße (alte Kirche) - und auch die Wameling-Mühle am Surkstamm, die 1910 nach einem Brand abgerissen wurde. Zur besseren Orientierung auf der alten Katasterkarte sind heutige Straßenbezeichnungen eingetragen, die es um 1900 noch nicht gab. Damals erhielten die Dorfbewohner für ihre Häuser eine Hausnummer, die nur mit der Bezeichnung „Dorf“ verbunden war.

Aus der Karte sind auch wichtige Geschichtsdaten für Reken zu entnehmen. So erfährt der Betrachter unter anderem, wann die Eisenbahnstrecke Oberhausen-Rheine/Quakenbrück in Betrieb gegangen ist, wann die Moorkultivierung begann, wann das Krankenhaus gegründet wurde und welche Schulen in Reken zur Jahrhundertwende gebaut wurden. Die Karte mit den Fotos soll Rekener animieren, alte Fotos aus Reken dem Heimatverein und dem Archivteam kurzzeitig zu überlassen, damit diese der Nachwelt erhalten bleiben.


10 · 03 · 10



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