Preis für Jakob Leinweber

Jakob Leinweber hat in in Köln den „Heinrich-Sommer-Preis“ der Josefs-Gesellschaft erhalten. Mit ihm freuen sich seine Eltern, die Ausbilder aus Maria Veen und der Vorstand der Josefs-Gesellschaft.
Jakob Leinweber hat in in Köln den „Heinrich-Sommer-Preis“ der Josefs-Gesellschaft erhalten. Mit ihm freuen sich seine Eltern, die Ausbilder aus Maria Veen und der Vorstand der Josefs-Gesellschaft.
(Foto: pd)


Maria Veen (pd/lie). Jakob Leinweber kann stolz auf sich sein. Nach einem schweren Badeunfall vor einigen Jahren hat er trotz einer Querschnittslähmung sein Leben wieder in den Griff bekommen.

Mit richtig gutem Erfolg hat der 23-Jährige aus Rheine vor kurzem die Ausbildung zum Technischen Zeichner im Berufsbildungswerk des Benediktushofs abgeschlossen.


Für seine herausragenden Leistungen, aber auch für sein besonderes persönliches Engagement hat ihm nun die Josefs-Gesellschaft (JG) in Köln als Trägerin des Benediktushofs Maria Veen den Heinrich-Sommer-Preis verliehen: 500 Euro und eine Urkunde, die Jakob Leinweber künftig seinen Bewerbungsunterlagen beilegen kann.

„Am Anfang war ich über diese Auszeichnung total überrascht“, so der junge Mann. Er ist froh, dass sich alles doch noch so gut entwickelt hat. Nach seinem Unfall - „der klassische Kopfsprung in einen Baggersee“ - musste Jakob Leinweber natürlich erst einmal lernen, mit seinen neuen Lebensumständen und den extremen Einschränkungen als querschnittsgelähmter junger Mensch klar zu kommen.

Im Berufsbildungswerk Maria Veen entschied er sich für eine Ausbildung zum Technischen Zeichner. Er bekam viel Unterstützung, auch von den Kollegen am Arbeitsplatz.

„Jakob ist ein positiv denkender Mensch. Er hat einen starken Willen, Durchhaltevermögen und eine lockere, fröhliche Art“, meint sein Ausbilder Jürgen Kapteina. Ein Beispiel: Sein Schützling hat sich während der Ausbildung selber eine Praktikumsstelle in einem Betrieb in Rheine besorgt.

Um selbstständiger und mobiler zu sein, hat Leinweber parallel zur Ausbildung in Maria Veen in einem Spezialfahrzeug den Führerschein gemacht. Nun, im Anschluss an die Ausbildung, schreibt er Bewerbungen.

Der 23-Jährige ist einer von drei Auszubildenden aus allen Berufsbildungswerken der Josefs-Gesellschaft, die den Heinrich-Sommer-Preis erhalten haben. Benannt wurde der Preis nach dem Gründer der Josefs-Gesellschaft, Heinrich Sommer.

„Unsere Preisträger haben an sich selbst geglaubt. Sie haben ihre Zukunft in die Hand genommen und sich auch angesichts von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen“, betonte JG-Vorstand Dr. Fritz Krueger in der Laudatio.

Jakob Leinweber drückt es so aus: „Ich bin christlich erzogen worden, und meine Kraft habe ich aus dem Glauben geschöpft.“


24 · 02 · 10



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