Essen nach der Pyramide

Ernährungsberaterin Susanne Hagedorn erläutert den Realschülern in der Offenen Ganztagsschule Wissenswertes über Lebensmittel.
Ernährungsberaterin Susanne Hagedorn erläutert den Realschülern in der Offenen Ganztagsschule Wissenswertes über Lebensmittel.
(Foto: Liebetanz)


Reken (lie). Neben den Hausaufgaben und Zeit zur freien Verfügung können die Kinder und Jugendlichen in der Offenen Ganztagsschule vielfältige Angebote annehmen. Zwei davon sind das Ernährungsprojekt an der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule in Bahnhof Reken und das Kunstprojekt an der Elleringschule in Maria Veen.

Ernährungsberaterin Susanne Hagedorn kommt immer dienstags von 14.30 bis 15.30 Uhr in den Anbau an der Realschule. Acht Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren - es sind nicht immer dieselben - können am großen Tisch im Wintergarten Platz nehmen. „Das Angebot wird gerne angenommen“, sagt Susanne Hagedorn. Sie vermutet, weil das Thema eben alle angeht. Ziel ihres Engagements sei es, dass die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Essgewohnheiten reflektieren und wissen, was welches Lebensmittel ihnen bringt.


Die Nahrungsmittel werden nach einer so genannten Ernährungspyramide zusammengestellt. Vor, aber auch während der Zubereitung in der Küche spricht Susanne Hagedorn unter anderem die Nährwerte an. Selbstverständlich können die Schüler ihr Wissen ebenfalls weitergeben. Die Ernährungsberaterin bereitet immer einen Ablaufplan vor, an dem sich die Kinder und Jugendlichen orientieren können. Dazu gehört zum Beispiel der Punkt „Spülwasser einlaufen lassen“.

Während Nadine Janzen und Susanne Pickhardt-Dördelmann sich um die anderen 20 Kinder kümmern, bereiten die Schüler mit Susanne Hagedorn Bananenmilch zu. Die Ernährungsberaterin hat viele Tipps parat. Zum Beispiel: Mit Milch den Jogurtbecher ausspülen, um alles aus ihm heraus zu bekommen. „Resteverwertung“ heißt das. Während sich ein Mädchen mal eben zwischendurch Zitronenscheiben auf die Augen legt, rät Susanne Hagedorn, vor einer Klassenarbeit eine Scheibe Zitrone zu verzehren: „Das soll die Konzentration fördern.“ Ein Junge zerkleinert mit dem Pürierstab Bananen in Milch. „Der Stab muss ganz in der Flüssigkeit sein“, sagt Susanne Hagedorn ihm. So spritzt es nicht durch die ganze Küche. Ein weiterer Tipp: „Die Milchtüte zusammendrücken, bevor sie in den Müll kommt. Das spart Volumen“, so die Ernährungsberaterin.

„Will jemand die Bananenmilch probieren?“, fragt sie, und die Finger fliegen hoch. Aber wie probiert man denn richtig? Wegen der Hygiene mit zwei Löffeln, heißt es. Und das Messer nicht in das Spülwasser werfen, weil man sich sonst beim Hineingreifen schneiden kann.

Während ein Mädchen auf einem Einrad eine Runde um den Mittelblock in der Küche dreht und wieder hinausfährt, geht es bei den acht kleinen Köchen um Inhaltsstoffe der Milch. Eiweiß, Kalzium, klar. Susanne Hagedorn erläutert, wie wichtig das Frühstück als Energiespender sei. Und wie wichtig Bewegung ist. Deshalb ist montags und mittwochs die Sporthalle für die Kinder und Jugendlichen in der Offenen Ganztagsschule geöffnet.

Susanne Hagedorn geht auch auf Wünsch ihrer Klientel ein. Aber es gibt nur kalte Gerichte. Schließlich haben alle schon warmes Mittagessen erhalten, und die Zeit würde sonst nicht reichen.

Was soll es das nächste Mal geben? Man einigt sich auf Gemüsespieße.


21 · 12 · 09



kommentar



TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:
MÜNSTERLAND


© Borkener Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2010

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette