Wie das Hauptschiff der Kirche

So stellen sich die Planer die Bushaltestelle am Gesundheitszentrum auf dem alten Kirchplatz vor.Skizze: Thesing & Thesing
So stellen sich die Planer die Bushaltestelle am Gesundheitszentrum auf dem alten Kirchplatz vor.Skizze: Thesing & Thesing


Heiden (hhk). Die einen nennen es Gesundheitszentrum. Die anderen sprechen lieber vom Ärztehaus, „weil das jeder versteht“. Egal, wie es heißt: Die Mitglieder des Gemeinderates haben am Dienstagabend einen wichtigen Schritt zur Realisierung des Vorhabens auf dem Alten Kirchplatz gemacht. Sie fassten den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Alter Kirchplatz“ und setzten damit das Verfahren in Gang. Dazu gehört, dass die Öffentlichkeit und die Behörden beteiligt werden.

Architekt ist der Heidener Manuel Thesing. Der Begründungsentwurf stammt aus der Feder des Büros der Vermessungsingenieure Schemmer und Wülfing (Borken). Deren Auftraggeber ist die Bauherrengemeinschaft (BHG) Brun aus Heiden, die an der Schulze-Delitzsch-Straße ihren Sitz hat.


Die stellvertretende Bürgermeisterin Annette Brun nahm wegen Befangenheit an den öffentlichen Beratungen nicht teil. Sie zog sich während des Tagesordnungspunktes in den Bereich der Besucherstühle im Sitzungssaal zurück.

441 Quadratmeter beträgt die Grundstücksgröße des Plangebiets, das der Gemeinde Heiden gehört. Im Erdgeschoss ist Einzelhandel zulässig. Willkommen sind gesundheitsorientierte Läden. Das Gesundheitszentrum ist dem Hauptschiff der alten Kirche nachempfunden.

So erklärt sich die Traufhöhe von rund zehn Metern sowie die Firsthöhe von rund 18 Metern. Die Planer des Sondergebiets wollen mit dem Zentrum innerorts kurze Wege schaffen. Das sei insbesondere für ältere Mitbürger von hohem Wert, wenn sie Ärzte, Heilpraktiker, Apotheker und ähnliche Berufe (Fußpfleger, Masseur und Physiotherapeut) erreichen wollten.

Bernhard Wissing formulierte für die CDU-Fraktion die Zustimmung zu einer städtebaulichen Dominante, die in Stil und Art ansprechend sei. Robert Busch (SPD) steuerte bei, dass der Standort umstritten sei. „Aber wenn ein Investor da ist, der diesen Standort will“, so der Sozialdemokrat weiter, „müssen wir den Standort akzeptieren.“ Fast zehn Jahre lang sei die Aufwertung des Alten Kirchplatzes schon ein Thema, jetzt bestehe die Chance.

„Die alte Kirche war erheblich höher“, sagte Ulrich Albersmann von der UWG. Die Planung sei seiner Ansicht nach verträglich für das Heidener Ortszentrum. „Das passt“, wertete der Unabhängige. Er frage sich aber, wo der „Raum der Stille“ geblieben sei. Bürgermeister Heiner Buß bekannte zu weiteren Fragen, Details würden mit den Anliegern erörtert


17 · 03 · 10



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