Mehr Ärztehaus als Haus der Begegnung

Bei der Hauptversammlung des Heidener Heimatvereins (v. l.): Herman Rohring, Klaus Lütkebohmert, Manuel Thesing und Gregor Tüshaus (von links).
Bei der Hauptversammlung des Heidener Heimatvereins (v. l.): Herman Rohring, Klaus Lütkebohmert, Manuel Thesing und Gregor Tüshaus (von links).
(Foto: Printing)


Heiden (kp). Höhepunkt der Hauptversammlung des Heimatvereins: die Vorstellung der Bebauungspläne der Gemeinde auf dem Alten Kirchplatz durch den Architekten Professor Manuel Thesing.

Nicht immer ganz einfach hatte es dabei der Architekt aus Heiden, denn wie in der ganzen Bevölkerung stößt der geplante Bau auch bei den Mitgliedern des Heimatvereins nicht uneingeschränkt auf Gegenliebe. Das fing schon bei dem für manchen irreführenden Namen „Haus der Begegnung“ an.


Mit sechs bis acht zur Verfügung stehenden Arztpraxen und weiteren medizinischen Angeboten wie Ernährungsberatungen und Apotheke müsse man doch wohl eher von einem Ärztehaus wie in Borken sprechen, hieß es. Begegnen würden sich hier doch wohl nur Arzt und Patient.

Weitere Synergieeffekte für das heimische Gewerbe wurden zudem bezweifelt, denn „wer geht denn schon nach dem Besuch eines Urologen zum Schuheinkauf?“

Auch die Klinkerfassade und die großen Fensterfronten treffen nicht den Geschmack aller. Das geplante Gebäude erinnere an das Kapitelshaus in Borken - das wirke auch sehr kalt, meinte ein Mitglied. Die Bedenken, Parkplätze würden dem 35 Meter langen und etwa elfeinhalb Meter breiten Gebäude zum Opfer fallen, konnte Thesing den Anwesenden allerdings nehmen. „Genau wie vorher stehen 39 Stellplätze zur Verfügung“, stellte der Architekt fest. „Sie sind nur anders gegliedert.“

Überhaupt: Man müsse das ganze „als einen ersten Schritt in die Zukunft für ein weiter schönes und lebenswertes Heiden sehen“, meinte Thesing. Was dann noch kommen soll, erklärte er allerdings nicht.

Mit den Worten „Guet goahn. Dieses Mal hat es etwas länger gedauert“, beendete der Vorsitzende des Heimatvereins Gregor Tüshaus die Jahreshauptversammlung im Heimathaus.

Nach den üblichen Regularien wie Begrüßung, Tätigkeitsbericht des Schriftführers, dem Kassenbericht durch den Kassierer Hermann Rohring und Entlastung des Vorstandes war gewählt worden. Wie nicht anders zu erwarten wurde der bisherige Schriftführer Klaus Lütkebohmert in seinem Amt bestätigt. Für Diskussion sorgte auch die geplante Erhöhung des Jahresbeitrags. „Der drastische Anstieg der Energiekosten, der Heimatabend im Dezember und der Rückgang der Erlöse aus dem Bücherverkauf sind dafür verantwortlich, dass wir den Beitrag um drei Euro pro Jahr auf insgesamt 15 Euro anheben wollen“, erklärte der Vorsitzende die Notwendigkeit der Erhöhung - bei einer Gegenstimme angenommen.


14 · 03 · 10



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