Heiden (jü). Einen Run auf große und kleine Räder hat es am Sonntag bei der Fahrradbörse auf dem Gelände der Firma Auto Nienhaus gegeben. Viele kaufwillige Interessenten hatten sich bereits vor dem Öffnen der Tore eingefunden.Sie waren pünktlich zur Stelle, um sich möglichst schnell eines der heiß begehrten Zweiräder zu sichern. In kürzester Zeit waren die besten und funktionstüchtigen Fietsen vergriffen.„Man muss schauen, wo man was bekommen kann“, sagte zum Beispiel ein junger Vater, der ein Rad für seine achtjährige Tochter erstehen wollte. Bedingung: „Das Licht muss funktionieren. Schön wäre auch ein tiefer Einstieg und ein Nabendynamo.
“Eine Familie aus Maria Veen, die sich bei der Veranstaltung umschaute, überlegte nicht lange. Sohn Niklas (11) hatte es ein blaues Mountain Bike angetan. „Bei dem Preis muss man zugreifen“, erklärten die Eltern. Ein glückliches Gesicht machte der Filius, der sich jetzt „aufs Crossen durch den Wald“ freuen darf.Mit einem Zollstock Maß nahmen andere Radkäufer. Denise (8) aus Marbeck suchte nach einem passenden 24 Zoll-Rad. Ihre Eltern bekundeten, dass die Kleine aus ihrem alten Zweirad leider „herausgewachsen“ sei. Bei der Fahrradbörse, vom Förderverein der Mariengrundschule initiiert, hatten die Käufer die Möglichkeit, die neu erworbene Fietse auf Verkehrssicherheit und einen möglichen Diebstahl überprüfen zu lassen.Polizeioberkommissar Achim Pitzen gab Tipps, welche Reparaturmaßnahmen für ein sicheres Fahren in Frage kommen.Anhand der Rahmennummer konnte er in Absprache mit seinen Kollegen zudem einen eventuellen Diebstahl ausschließen. Um einem Fahrradklau vorzubeugen, hatten Interessierte die Gelegenheit, ihre Fietsen codieren zu lassen. Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, bestehend aus dem Kreiskennzeichen, den Initialen des Eigentümers und einem Straßen- und Hausnummernkürzel, wurde in den Rahmen der Räder graviert.
Die Codierung wurde unterstützt von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, der Kontaktbörse für Ehrenamtliche und der Provinzial-Versicherung. Fundämter und Polizeidienststellen, hieß es bei der Aktion, seien in der Lage, den speziellen Code zu übersetzen und den rechtmäßigen Eigentümer zu ermitteln.Der Weiterverkauf gestohlener Räder werde unattraktiv, da sich die Codiernummern nur sehr schwer entfernen ließen und ein Hehler eine „heiße“, weil gekennzeichnete Ware, nicht mehr abnehmen wolle.


Ein Video gibt´s auf borio.tv