In Armut leben trotz mancher Schätze

Der Asante-Chor stimmte mit Christinnen in Heiden Lieder zum Weltgebetstag an.
Der Asante-Chor stimmte mit Christinnen in Heiden Lieder zum Weltgebetstag an.
(Foto: Buß)


Heiden (bus). Frauen aller Konfessionen luden am Freitagnachmittag zum Weltgebetstag ein - einer internationalen ökumenischen Basisbewegung. Unter dem Motto „Alles, was Atem hat, lobe Gott“ beteten und sangen auch in Heiden zahlreiche Gottesdienstbesucherinnen und wenige -besucher in der evangelischen Pauluskirche. Unter Leitung von Liesel Hinsken standen Informationen über Kamerun und seine über 18 Millionen Menschen, die über 250 verschiedenen Volks- und Sprachgruppen angehören, im Mittelpunkt. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze; dabei ist Kamerun reich an natürlichen Ressourcen wie Erdöl, erfuhren die Gottesdienstbesucherinnen. Trotz des Gesetzes zur Gleichbehandlung der Frau würden Frauen in Kamerun nach wie vor benachteiligt. Sie haben weniger Zugang zu Bildung, Eigentum und politischer Freiheit als Männer.

„Ich will preisen meinen Gott.“, „Du Könige aller Könige“; etwa zehn Loblieder aus dem Programm hatte der Asantechor einstudiert und lockerte die Gebetsstunde damit auf. Mit der Kollekte soll ein Zeichen gesetzt werden, dass alle Menschen in einer Welt leben.


Seit 1975 hat das deutsche Weltgebetstags-Komitee über 5600 Projekte in über 70 Ländern mit insgesamt 53 Millionen Euro gefördert. Im Gemeindezentrum erhielten die Gäste anschließend Informationen über Land und Leute in Kamerun. Serviert wurden dabei typische Früchten wie Mango und Ananas sowie afrikanischer Tee.


07 · 03 · 10



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