Heiden (hhk). Mit der Umgestaltung des Vogelparks und einer Brunnenanlage haben sich die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in der jüngsten Sitzung beschäftigt.
Bauamtsleiter Wilhelm Bösing und Heinz Hüning, Vorsitzender der Stiftung „Aktive Bürgerschaft Heiden“, erläuterten ihre Vorstellungen sowie den Stand der Dinge. „Der Vogelpark hat an Bedeutung durch das Betreute Wohnen und das Haus St. Josef gewonnen“, sagte Bösing. Die „grüne Lunge“ Heidens müsse den Erfordernissen beim „Natur genießen“ und „Erholung suchen“ angepasst werden. Heinz Hüning, dessen Stiftung sich für den Brunnen der Generationen stark macht, wertete den Vogelpark als „Alleinstellungsmerkmal“ für Heiden.
Das soll gemacht werden:
Barrierefreie Zugänge: Rollstuhlfahrer, Menschen mit Kinderwagen und Rollatoren sollen bequem über fünf Zugänge in den Park gelangen. Problematisch ist der Zugang an der Parkstraße/Höhe Brookstegge. Dort ist die Höhendifferenz am größten. Geplant ist eine lange Rampe (unterbrochen von einem Podest) mit sechs Prozent Gefälle. Hauptwege sollen gepflastert werden.
Brunnenanlage:
Die Stiftung „Aktive Bürgerschaft Heiden“ lässt den Brunnen der Generationen mit lebensgroßen Figuren als „Farbtupfer vor hellem Putz“ aufbauen. Die Gemeinde kümmert sich um die Unterhaltung und sorgt für Kabel, damit bei Bedarf mit Licht Effekte erzielt werden können.
Aufstellfläche für Musiker beim Schützenfest:
Sie steht auf der Wunschliste des Schützenvereins. Beim Großen Zapfenstreich im Park sollen die Musiker künftig auf einer etwas erhöhten Fläche stehen - einen Meter über dem Geländeniveau. Form und Größe sollen noch mit dem Schützenverein abgesprochen werden. Die Fläche ist dort, wo der Trakt stand, der vor einiger Zeit abgebrochen wurde. Vorteil: Musiker und Schützen können sich besser sehen. Das geht aber nur, wenn sich Wunsch und Nutzung des alten Schwesternhauses nicht in die Quere kommen.
Wegeführung ums Vogelhaus:
Eigener Zugang von der Parkstraße samt Grün- und Gehölzstreifen; Zufahrt für Lkw zur Futterlieferung zwei mal pro Woche; Wege rund um das Vogelhaus anheben, Gefälle der Wegeoberflächen neu ausrichten. Derzeit fließe das Regenwasser nicht sauber ab, hieß es. Nach stärkerem Regen seien einige Wege um das Vogelhaus schlecht nutzbar.
Skulpturen:
Im Lageplan sind einige Standortvorschläge für Objekte heimischer Künstler Gruppen eingezeichnet.
Mehrere Lärchen sollen gefällt werden. Die große Buche werde auf jeden Fall erhalten bleiben, hieß es.
Bürgermeister Heiner Buß versprach, dass man am Namen Vogelpark festhalten und Kabel verlegen werde, um bei Bedarf Skulpturen mit Licht anstrahlen zu können.
Die Planung zur Umgestaltung der Brunnenanlage nahmen die Politiker zustimmend und anerkennend zur Kenntnis. Sie beauftragten die Verwaltung, die Kosten der Umgestaltung (ohne Brunnenanlage) zu ermitteln und einen Förderantrag zu stellen. Auf dem Fördertopf steht integrierte ländliche Entwicklung. Ein früherer Anlauf der Gemeinde, Mittel zu bekommen, war gescheitert. Die Grobschätzung der Kosten (ohne Brunnen) belaufen sich auf rund 60.000 Euro. Eine Frage und eine Anregung des Vorsitzenden der Stiftung, Hüning, ob man nicht eventuell den Brunnen als ersten Bauabschnitt vorziehen und Geld aus der Flurbereinigung nutzen könne, blieben offen. Dazu bedürfe es einer weiteren Beratung, hieß es.