Makukuulu-Fahrer zurück

Zu einem Arbeitseinsatz war der Zahnarzt Ralf Floetgen in Makukuulu.
Zu einem Arbeitseinsatz war der Zahnarzt Ralf Floetgen in Makukuulu.
(Foto: pd)


Heiden (pd/hhk). Brunhilde Walter hat mit ihrer Tochter Claudia die Partnergemeinde Makukuulu besucht. Sie überbrachten Briefe, neue Medikamente sowie Hilfsmittel. Nachdem eine sehr lange Trockenperiode im vergangenen Jahr vorausgegangen war, habe es bei dem Besuch geregnet, heißt es in der Pressemitteilung. Die Menschen hätten gesät und die Bepflanzungen seien in einem guten Zustand gewesen.

Allerdings habe dieser Regen auch die Moskitos geweckt. Viele junge Moskitos seien geschlüpft. Dieses habe eine große Malaria- Welle zur Folge gehabt. Die Krankenstation sei übervoll gewesen mit Erwachsenen und Kindern. Einige Betten seien sogar mit drei Kindern belegt gewesen.


Die Menschen litten besondes unter sehr hohem Fieber, bekämen zum Teil Hirnhautentzündung und stürben, da sie nach den letzten Ernteausfällen sehr geschwächt seien, wenn sie nicht behandelt würden. „Viele Menschen haben allerdings kein Geld, um eine Behandlung zahlen zu können“, sagte Reinhild Terliesner.

Daher würden Kinder unter fünf Jahren in Makukuulu kostenfrei behandelt. Die Kosten würden von Spendern aus Heiden und Umgebung getragen.

Da die Krankenrate jedoch in Makukuulu derzeit übermäßig hoch sei und auch in anderen Krankenhäusern das Geld für Medikamente nicht vorhanden sei, würden kurzfristig die Spenden aus der Sternsinger-Aktion dieses Jahres an verschiedene, bekannte Krankenhäuser in der Diözese Masaka verteilt und für Medikamente und Behandlung zur Verfügung gestellt. Terliesner dankte allen Spendern.

Aus früheren Spenden seien bereits drei Bohrbrunnen errichtet worden. „Weitere Brunnen sollen mit Teil-Unterstützung des Entwicklungsministeriums gebaut werden“, kündigte Terliesner an. Es liefen entsprechende Anträge. Des Weiteren solle eine sparsame Bewässerung der Felder mit Schläuchen, die das Wasser tropfenweise an die einzelnen Pflanzen abgeben, vor Ort geschult und verbreitet werden.

Die Anschaffung dieser Schläuche und entsprechende Tanks würden die nächste Aufgabe der Eine-Welt-Gruppe sein, hieß es weiter.

Brunhilde Walter habe ferner berichtet, dass in den Schulen ein neues Schuljahr begonnen habe. Die Secondary School arbeite im Leistungsvergleich regional vorzüglich. Viele Schüler übermittelten ihren Dank für die vielfältige Unterstützung.

Zu einem Arbeitseinsatz sei der Zahnarzt Ralf Floetgen mit seiner Frau Kathrin in Makukuulu gewesen. Er habe erneut viele Menschen mit Zahnproblemen behandelt. Allerdings hätten viele Zähne gezogen werden müssen, da viele andere Lösungswege technisch nicht realisierbar gewesen seien. Erfreulich sei gewesen, dass Floetgen den Arzt der Krankenstation sowie einen Assistenten in Zahnreinigung und Entfernung kranker Zähne habe einweisen können. Diese könnten jetzt die Patienten eigenständig weiter behandeln.

„Weitere Besuche sind bereits plant“, schaute Terliesner nach vorn. Im Sommer fliege wieder eine Jugendliche für ein Jahr, finanziert über das „Weltwärts-Programm“ der Bundesregierung, in die Partnergemeinde.


03 · 03 · 10



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