Kreis Borken
Westmünsterländer Kennzeichen an Panzer sorgt im Internet für Verwirrung
13.02.2015

Ukrainer rücken mit BOR-Kennzeichen vor

-job- KREIS BORKEN. Wenn sich irgendwo in der Welt bewaffnete Parteien bekriegen, dann sind nicht selten Waffen aus Deutschland im Einsatz. Dass aber Soldaten in der Ukraine mit einem BOR-Kennzeichen ins Gefecht fahren, das ist so selten, dass ein Bild davon gestern für reichlich Gesprächsstoff im Internet sorgte.

„Auf dem Foto ’Soldaten der ukrainischen Armee nahe Debaltsewe‘ ist ein deutsches Kurzzeitkennzeichen des Kreis Borken an einem Panzer zu sehen. Das irritiert mich jetzt aber schon. Kann mir das jemand erklären?“, fragte beispielsweise User „wauzbert“ auf ZEIT-Online, das als erstes nebenstehendes Foto veröffentlicht hatte.

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Können wir. Zumindest teilweise. Laut Karlheinz Gördes, Pressesprecher beim Kreis Borken, wurde das Kennzeichen am 9. September 2011 ausgegeben – und zwar an einen Ukrainer, der angab, mit diesem Nummernschild einen Lkw in sein Heimatland überführen zu wollen. Wer es letztlich an den Schützenpanzer aus offenbar sowjetischer Entwicklung schraubte, ist aber unklar.

„Aus amtlicher Sicht ist das Schild jetzt völlig wertlos“, betont Gördes. Da das Überführungs-Nummernschild am 13. September 2011 ausgelaufen ist, handele es sich bei der Anbringung an den Panzer auch nicht um ein Vergehen, für das der Kreis Borken unter Umständen ein Bußgeld verhängen müsste.

Unklar bleibt unterdessen, warum sich die ukrainischen Soldaten das BOR-Kennzeichen an den Panzer geschraubt haben. „Vielleicht als Witz zum Fototermin, vielleicht schmückt man sich gerne mit den EU-Sternen auf dem Ding – oder die Aufstellung der Armee war chaotisch und man hat zur Markierung/Unterscheidung einfach irgendwas drangehängt was gerade greifbar war“, vermutete Kommentator „Jimmy III“, einer von mehr als 200 Usern, die sich bis gestern Mittag bereits zu Bild und Text geäußert hatten. Definitiv auszuschließen ist aber ganz sicher die nicht ernst gemeinte Erklärung von „Jimmy III“: „Das ist der neue Q7; zu sehen ist hier das Erinnerungsfoto der Familie Müller aus Borken am Tag der Abholung in Ingolstadt.“

Autor: Josef Barnekamp
Tel: 02861 944-169

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