Münster - Die deutsche Fußball-Nationalelf machts möglich: Multikulti? Geht doch, und sogar erfolgreich! Neben Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer kicken Mesut Özil, Jerome Boateng und Sami Khedira, Spieler mit Wurzeln in der Türkei, in Ghana und Tunesien. Mehr Zuwanderungsgeschichte gab es noch nie! Der Erfolg dieser Mannschaft, von der die Hälfte der Spieler eingewandert ist, lässt Integrationsprobleme vergessen.
Özil, der Türke, rezitiert vor jedem Spiel Koranverse. „Der Brasilianer Cacau sowie die in Polen geborenen Klose und Podolski sind die Helden dieses neuen Deutschlands, das mehr und mehr multikulti ist“, jubelt die französische Zeitung „Le Figaro“. Plötzlich ist es positiv, dass fast jeder fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund hat.